Willkommen am „Begegnungsplatz Kammelerlebnis“ der von der „Chance Natur“ gefördert wurde...

Erläuterung des Begegnungsplatzes siehe unten!

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1. Träger des Vorhabens

Vorhabensträger dieses Platzes ist die Gemeinde Aletshausen, Haupeltshofer Straße 1, 86480 Aletshausen im Landkreis Günzburg. Der Auftraggeber wird durch Herrn Bürgermeister Georg Duscher vertreten.

2. Veranlassung und Zweck des Vorhabens

Die an der Kammel gelegene Gemeinde Aletshausen möchte Ihren Bürgerinnen und Bürger sowie den Nutzern des Flussradwanderwegs „Kammeltal-Radwanderweg“ einen Zugang zum Wasser ermöglichen. Gleichzeitig soll der Platz der Begegnung aller Altersgruppen des Dorfes dienen und das Zusammengehörigkeitsgefühlt stärken.

Errichtet werden sollen Wassererlebnisse bis hin zum Baden im natürlichen Flussbett der Kammel. Eine Rastmöglichkeit sowie Spiel- und Bewegungsgeräte sollen zum Spiel miteinander animieren. Die einzelnen Elemente und die Platzgestaltung wurden im Bürgerbeteiligungsprozess mit umfangreicher Teilnahme der Bevölkerung von Aletshausen gefunden. Die weitere Planung, Umsetzung und Ausstattung des Platzes wurde fortlaufend mit den Beteiligten und der Bevölkerung abgestimmt.

Der geplante Platz stellt einen Baustein zur Verbesserung der Zugänge und der Erlebbarkeit von Flüssen und Seen im Schwäbischen Donautal dar. Er verhilft damit der Region, ihr Profil im Bereich „wasserreiche Region“ zu schärfen und erlebbar werden zu lassen. Insbesondere stellt die Maßnahmen neben der örtlichen Bedeutung eine Aufwertung des gut frequentierten Kammeltal-Radwanderweges dar.

3. Bestehende Verhältnisse

Allgemeines

Die Gemeinde Aletshausen befindet sich im Landkreis Günzburg, Region 15 Donau-Iller, und liegt ca. 6 km südlich von Krumbach im Flusstal der Kammel. Der Hauptort Aletshausen bildet zusammen mit den weiteren Ortschaften Haupeltshofen, Winzer, Wasserberg und Gaismarkt die politische Gemeinde Aletshausen. In der Gemeinde leben derzeit ca. 1.150 Einwohner, davon leben ca. 750 in Aletshausen selbst. Von der Struktur ist Aletshausen als eine ländliche Gemeinde mit einem großen Anteil an Wohnbebauung einzuordnen.

Baugrundverhältnisse

Detaillierte Informationen über die Baugrundverhältnisse im Bereich der durchgeführten Baumaßnahme längs der Kammel liegen nicht vor. Es ist mit älteren Auenablagerungen, d. h. Mergel bis Feinsand zu rechnen.

Hochwasserverhältnisse

Durch die unmittelbare Lage an der Kammel liegt der gesamte Bereich im Überschwemmungsgebiet der Kammel.

Grundwasserverhältnisse

Detaillierte Informationen über die Grundwasserverhältnisse im Bereich des Begegnungsplatzes Kammelerlebnis liegen nicht vor. Durch die direkte Lage an der Kammel ist anzunehmen, dass der Wasserspiegel der Kammel zugleich die Höhe des aktuell anstehenden Grundwasserpegels vorgibt.

4. Lage des Vorhabens

Dieser Platz ist Teil des Naturraums der Iller-Lech-Schotterplatten.

Die Gehölzsäume und Hochstämme entlang des Flussufers sowie FFH-Gebiete sind von der Maßnahme nicht betroffen.

5. Art und Umfang des Vorhabens

Grundgedanken dieses Konzepts

Für die Bevölkerung aus Aletshausen bringt das Konzept die Möglichkeit der Gewässererlebbarkeit und bietet den Menschen einen Platz zum Verweilen und zur Begegnung. Parallel dazu ist er für die Besucher des Kammeltal-Radwanderwegnetzes nutzbar und ist damit ein Baustein innerhalb des Flussradwegnetzes im Schwäbischen Donautal. Dies entspricht den Zielen des Masterplans Naturtourismus, der die Flussradwanderwege im Zentrum des touristischen Interesses sieht.

Das Projekt stellt eine exemplarische Aufwertung eines Flusslaufes für die Bevölkerung und Gäste im Ortsbereich dar. Die Erfahrungen und Inhalte können beispielhaft in der Region dargestellt und im Gesamtprojekt „Schwäbischer DonAUWALD“ genutzt und als Aufwertung der Region erachtet werden.

Ziele und Inhalte der Maßnahmen

Die Fließgewässer und im speziellen die Kammel soll als Lebensadern der Region erlebbar werden.

Die Bevölkerung und insbesondere Kinder und Jugendliche sollen spielerisch an die Fließgewässer der Region herangeführt und die Möglichkeit einer naturnahen Freizeitgestaltung geschaffen werden.

Der Kammeltal-Radwanderweg soll ein Begegnungs- und Wohlfühlplatz am Wasser zur Verfügung gestellt, und damit eine Steigerung der Lebensqualität erreicht werden.

Dieses neue naturtouristisch ausgerichtete Angebot soll das Gesamtangebot im Naturtourismus des Schwäbischen Donautals erweitern.

Ausgeführte Maßnahmen

Bei dem Erlebnisplatz handelt es sich um eine zweiteilige Platzanlage. Bei dem Platzbereich, südlich der Kammelstraße, ist eine ca. 200 m² große Schotterrasenfläche für verschiedene Nutzungen wie z.B. Ballspiele, Liegewiese, Kommunikationsebene etc. angelegt.

Das rechtsufrige Ufer der Kammel ist in diesem Bereich um eine ca. 70 m² große Flachwasserzone mit einer Wassertiefe von ca. 20 cm bei Mittelwasser ausgeweitet. Die Ausgestaltung der neuen Uferlinie/-kante erfolgte mit geschwungenen, mit verschiedenen Neigungen ausgebildeten Böschungen. Dies soll den Zugang zum Wasser besonders für Kinder und Jugendliche interessant gestalten. Damit auch den etwas älteren Nutzern des Platzes der Zugang zum Wasser ermöglich wird, ist zusätzlich eine Treppe mit Geländer vorhanden.

Der südliche Teil dieser Uferlinie ist mit Granit-Quadermauersteinen befestigt. Diese wurden stufenartig nach hinten versetzt, wodurch zugleich eine Sitzgelegenheit am Wasser entsteht.

Der Übergang von dieser neu geschaffenen Flachwasserzone zum natürlichen Flussbett wurde durch den Einbau eines Schotter-Kiesgemisches als flachgeneigte Böschung ausgebildet. Dieser Höhenübergang wurde entlang des früheren Uferverlaufs der Kammel angelegt.

Der nördlich der Kammelstraße befindliche Platzbereich, ca. 190 m² groß, ist als Spiel-, Bewegungs- und Erlebnisplatz ausgestaltet. In diesem Platzbereich wurden die von der Bevölkerung ausgewählten Spiel- und Bewegungsgeräte aufgestellt. Abgesehen von den mit Feinkies ausgebildeten Fallschutzbereichen der einzelnen Spiel- und Bewegungsgeräte ist die Fläche als Schotterrasen angelegt.

Hier ist der rechtsufrige Bereich des Flusses um eine ca. 15 m² große Flachwasserzone ausgeweitet. Diese Flachwasserzone weist bei Mittelwasser eine Wassertiefe von ca. 10 cm auf.

Der Zugang zur Flachwasserzone ist hier durch eine flachgeneigte Böschung, 1:10, mit Schotterrasen ausgebildet.

Als sichtbare Abgrenzung zwischen Flachwasserbereich und Flusslauf, ca. 30 – 40 cm Wassertiefe, wurde die vorhandene Versteinung der Uferlinie wieder neu hergestellt.

Insgesamt stellt dieses rechtseitige Flussufer einen abströmigen Uferbereich der Kammel dar. Es sind deshalb keine Abschwemmungen zu erwarten.

6. Rechtsverhältnisse

Auf Grundlage der vorliegenden Unterlagen und Informationen sind Recht Dritter nicht betroffen.

Der Eigentümer des Grundstücks, Fl.Nr. 38, Kath. Kirchenstiftung Hl. Kreuz, auf welchem der südliche Platz entstand hat einer diesbezüglichen Nutzung zugestimmt. Die Haftungsfragen sind durch einen privatrechtlichen Vertrag geregelt.

7. Kostenzusammenstellung

Nicht Öffentlich

8. Schlussbemerkung

Mit der vorliegenden Planung kommt die politische Gemeinde einer vielfachen Forderung der Bevölkerung der Gemeinde Aletshausen, nach Schaffung eines Platzes für die Kommunikation und Freizeitgestaltung aller Generationen, verbunden mit der Möglichkeit einen Zugang zum Flusslauf der Kammel zu schaffen, nach.

Die Anlage des Platzes und Ausgestaltung der Uferlinien erfolgte in Absprache mit der Bevölkerung, mit den Fachbehörden und dem Team Regionalentwicklung vom Regionalentwicklungsverein Donautal Aktiv e.V. wodurch eine hohe Akzeptanz und Frequentierung der Platzanlage und des Elements Wasser erwartet werden kann.